kritiken

20. Mai 2005
Mannheimer Morgen

Schwetzinger Festspiele (Schubertiade)

... Rundum beglückend die mitgestalterische Leistung des exzellenten Pianisten Gerold Huber, der den Flügel vor allem im Piano-Bereich wirklich zum Singen brachte

....Am Abend dann im Kammerkonzert des Artemis-Quartetts noch ein (leider) kurzes Gastspiel Gerold Hubers. In Schuberts populärem "Notturno" Es- Dur D 897 begleitete er mit samtpfotigen Akkordbrechungen die schmelzenden Terzen des Geigers Heime Müller und des Cellisten Eckard Runge, ehe er mit vollendeter Pianokultur ins polyphone Geschehen eingriff...

WALTRAUD BRUNST

19. Mai 2005
Rhein- Neckar- Zeitung , Heidelberg

Schwetzinger Festspiele

... Auch beim Pianisten Gerold Huber, dessen Begleitung des Sängers Christian Gerhaher bei Schubert's "Schwanengesang" die Zuhörer bereits tief ergriffen hatte, konnte man sich gewisser Rätsel nicht erwehren.

Dieser hochsensible Künstler dringt in die Tiefen der Texte. Tiefe manifestiert sich in einer Übereinkunft zwischen den den jeweiligen Themen innewohnenden musikalischen Charakteren, dem entsprechend subtilen und nuancierenden Anschlag und nicht zuletzt sogar im gestischen und mimischen Ausdruck des Spielers.

Beim Adagio- Notturno, vor allem aber auch bei der "Arpeggione- Sonate" mit dem die Tücken dieses Werkes wunderbar und geschmeidig um- und überspielenden Cellisten Alban Gerhardt, hatte man den Eindruck, Huber singe am Klavier und erlebe alle Abgründe von Schuberts Musik auf seiner Haut. Wehrlose Hingabe ist gefährlich, aber möglicherweise die einzige Möglichkeit, ihr auf den Herzensgrund zu folgen.

GERD KOWA

10. Mai 2005
Süddeutsche Zeitung

Schubert Sonaten/Fantasien

... Bei Huber war der Rahmen sogar lange das zentrale Thema. Huber gestattete sich keine Nachlässigkeit, kein Gehenlassen; alles schien genau berechnet, pianistisch ausgefeilt bis ins kleinste Detail und bewundernswert durchgehalten
... In der - vielleicht unechten - " Grazer Fantasie " und in der " Wandererfantasie" gestaltete Gerold Huber freier. Hier hielten sich pianistisches Vermögen und Affektlage die Waage: Huber nutzte die unterschiedlichen Klavierlagen, um daraus Farben zu gewinnen. Die beiden Fantasien boten Huber viel Möglichkeiten, in Gestik und Bewegung zu finden.

JOHANNES RUBNER

20. April 2005
Landshuter Zeitung

Im freien Flug des Vortrags

Gerold Huber spielt Klaviermusik von Beethoven

Gerold Huber ist ein Pianist von seltener Vielseitigkeit. Er gilt längst als Liedbegleiter oberen Ranges und seine Einspielungen von Schubert- und Schumannliedern zusammen mit Christian Gerhaher hat die Fachpresse in hohen Tönen gerühmt. Kaum zu glauben, dass einer, der in diesen Seelenabgründen zu Hause ist, auch Gershwins rhythmische Raffinessen in ihrer überschäumenden Vitalität heiter und gelöst zum Vergnügen für sich und seine Zuhörer werden lassen kann.  » mehr

26./27./28. März 2005
Süddeutsche Zeitung

Räumen und träumen

Susanne Brantl entdeckt Nachkriegs-Lieder von Kästner

„Ihr seid ein Stäubchen in der Zeit“, heißt es in einem dieser Lieder, „lasst euren Streit!“ Ein frommer Wunsch in schlimmen Zeiten. Trauer, Überlebenskampf und Aufbruchswillen prägten die Jahre nach 1945, und selten ist diese schwankende Stimmungslage so eindringlich, so nachdenklich und zupackend realistisch beschrieben worden.  » mehr

26./27./28. März 2005
Münchner Abendzeitung

 

Das Herz ist tot, die Bluse ist lebendig

Gasteig: Susanne Brantls Kästner/Nick Schauspiel mit Chansons

Zum Rückbesinnen bleibt keine Zeit mehr, solange der Kopf noch fest auf dem Hals sitzt. Die Wut zum Überleben hat alle Existenz-Zweifel besiegt. Am Flügel grandios begleitet von Gerold Huber und mit Christoph Vetter als assistierendem Zeitgeist, singt Susanne Brantl in der Black Box Chansons von Erich Kästner und Hellmuth Krüger, die Edmund Nick vertont hat.  » mehr

November 2004
Die Zeit

Rezension der CD „Dichterliebe“ von Franz Schubert

Es singt Christian Gerhaher, am Klavier Gerold Huber:

Geradezu modellhaft wird die Aufnahme durch den Pianisten Gerold Huber. Der macht aus dem Begleiter keinen Jasager, sondern Schumanns zweiten Gefährten. Er spielt leicht, luftig, federnd, er klebt nicht an seinem Part, sondern geht auch den Nebenstimmen eigenständig nach.  » mehr

29. Juni 2004
Main Echo

Auftritt von Gerold Huber und Bariton Christian Gerhaher im Rahmen des „Kissinger Sommer“

Über den Pianisten Gerold Huber ließe sich eine eigene Kritik schreiben: Die Fülle seiner gestalterischen Möglichkeiten, seiner Ausdrucksnuancen, seiner Schattierungsfinessen scheint unerschöpflich. Für die Wolf-Lieder ist er ein idealer Partner, kommt es doch auf jeden Ton an. Fabelhaft!

WERNER HÄUßNER

24. Februar 2004
Frankfurter Allgemeine Zeitung

Konzert von Ruth Ziesak und Gerold Huber in Wiesbaden

Da sitzt er am Flügel und spielt, als sei dies ein Soloklavierabend, beansprucht mit äußerster klanglicher Delikatesse und Struktur erhellendem harmonischen Bewußtsein Deutungsmacht. Doch welcher Sänger oder Sängerin gibt freiwillig von seiner oder ihrer Macht ab? Die Sopranistin Ruth Ziesak besitzt dieses Format und sorgte bei ihrem gemeinsam mit dem Pianisten Gerold Huber gestalteten Liederabend im Wiesbadener Herzog-Friedrich-August-Saal für eine kleine Revolution.  » mehr

23. Mai 2000
Westdeutscher Rundfunk

Vorstellung der CD „Schwanengesang“ von Franz Schubert

Es singt Christian Gerhaher; am Klavier Gerold Huber.

An der Seite von Christian Gerhaher sitzt Gerold Huber und sein Spiel allein reicht schon diese CD wieder und wieder zu hören. Seine empfindsamen Zwischenspiele, wie hier im Lied „Im Frühling“, sind schlicht zum niederknien. (...) So kultiviert hört man einen Begleiter selten.  » mehr

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